Tab. 7.6: Häufigkeit klinischer Symptome bei Kranken mit VBI (n. Jung & Kehr)

 EineZwei
 Arteria vertebralisArteriae vertebrales
 vorhandenvorhanden

Nackenschmerzen100%75%
Cervico-Brachialgie Schwindel0% 37,5%
Kopfschmerzen100% 62,5%
Schwindel100%64%
Hörstörungen 57% 46%
Sehstörungen 57% 7%
Synkopen 43% 8%
Psychische Störungen86%28%



Abb. 7.19: Circulus arteriosus cerebri (Circulus arteriosus Wilisii; n. Lanz/Wachsmuth). Mittlere Weiten (Grenzwerte) der einzelnen Abschnitte; in 96% geschlossen, davon in 46-79% besonders dünne oder mehrfach ausgebildete Teilstrecken)

7.5.3 Zusammenfassung der Gefäßanatomie

  1. Beide Vertebralarterien vertreten sich im Normalfall gegenseitig ausreichend.
  2. Kaliberschwankungen bis hin zu Hypo- oder Apiasie sind keineswegs selten. In diesen Fällen führt die Drosselung des intakten Gefäßes zu Durchblutungsabfall.
  3. Die unmittelbare Kompensation über den CAW erfolgt bei plötzlichem Bedarf oft nicht rasch, und selten ausreichend genug.
  4. Der CAW weist häufig ebenfalls Normabweichungen auf, vor allem im dorsalen Anteil, welche die Kompensationsmöglichkeiten einschränken.
  5. Personen mit nur einer A. vertebralis sind durch Gewalteinwirkung besonders gefährdet.


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