Interzelluläre Kommunikation zwischen Knochenzellen

K. Schirrmacher, M. Wiemann und D. Bingmann, Essen


Lokale Stimulation von Knochenzellen durch Dehnung, Hormone oder Transmitterfreisetzung aus Nervenendigungen können im Knochen ausgedehnte Reaktionen auslösen, die darauf hindeuten, daß im Knochen ein interzelluläres Kommunikationssystem existiert. Ein we-sentliches Element für ein solches Signalleitungssystem im Knochen sind gap junctions, die als Connexine vom Typ Cx43 in großer Zahl vor allem an den Enden der Zellfortsätze Kontaktzonen zwischen Nachbarzellen bilden. Gap junctions erlauben den interzellulären Aus-tausch von elektrischen, ionalen und second-messenger Signalen, mit denen die Knochenzelle auf Stimulation reagieren kann. Damit können auch differenzierte Nachrichten über eine lokale Dehnung den Nachbarzellen mitgeteilt werden. Ebenso können hormonelle Signale und solche von Nervenendigungen von Knochenzellen aufgenommen, transformiert und weitergereicht werden. Hinweise, daß Störungen dieses Kommunikationssystems, z.B. durch Pharmaka, Knochenerkrankungen erzeugen, sollten auch das Interesse der klinischen Or-thopäden für dieses System wecken.
 

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