Logo EWMM
transparentHomeSiteBalkenThemenBalkenTermineBalkenBibliographieBalkenLinksBalkenKontaktBalkenSuchen

transparent

Themen:
NewsManualmedizinRöntgenVeranstaltungen 

Veranstaltungen

 

News

 

 

NEWS

Ein Physiker über Komplexität und Emergenz:
Robert Laughlins "Reinventing Physics".

Aus der Buchbesprechung seien nur zwei Sätze zitiert:
"Das zentrale Thema des Buches ist der Triumph der Emergenz über den Reduktionismus" und "Meine Botschaft ist: kaufen sie dieses Buch".
Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen, sieht man einmal davon ab, dass die Lektüre für nicht-Naturwissenschaftler manchmal doch etwas schwierig werden könnte. Aber es ist die Mühe wert und auch Biowissenschaftler können davon nur profitieren. weiter.
Für den biologisch-medizinischen Bereich hat hat Stephen Rothman ein sehr lesenswertes Buch zum selben Thema geschrieben:
"Lessons from the living Cell" (McGraw, 2002). Ein Klassiker ist Per Bak "How Nature works" (Copernicus, 1996).


Taktvolle Babies:
Wie der frühe kontakt zu Musik den Rhytmus schult... weiter


Das holt einen wieder auf den Teppich...
Man sollte sich immer daran erinnern, dass wir in vielen Dingen unsere Entscheidungen von Faktoren abhängig machen, die wir gar nicht überblicken. Eines dieser Phänomene ist der Einfluß hormoneller Reize auf die Entscheidungsfindung.
Ein interessantes Experiment hierzu kommt aus dem Züricher Lehrstuhl für experimentelle Ökonomie von Prof. Bruno Frey.
weiter
Wir erinnern uns, daß in Dresden Frau Prof. Osterloh über "Kontrolle & Vertrauen" gesprochen hatte. Sie kommt 'aus diesem Team'.
Rückblick Dresden (aktualisiert)


Die meisten medizinischen Fachzeitungen fungieren als verlängerter Arm der Pharmaindustrie.
Ein engagierter Leitartikel im BMJ durch dessen Herausgebern Richard Smith bringt diese Kritik auf den Punkt. Zwar 'weiß' das jeder, der seine berufliche Lektüre kritisch vollzieht und spätestens wenn man selber Mittel für Forschung sucht, wird diese Verbindung überdeutlich.
Andererseits ist es natürlich so, dass eine große Gruppe Beteiligter in wechselndem Ausmass von dieser Verflechtung profitiert.
Kleine Lichtblicke sind aber am Horizont sichtbar: In den USA wird jetzt zum Beispiel bei der Vergabe von Fortbildungs- Credits darauf geachtet, dass keine reinen Promotionskampagnen damit geziert werden. Wie das hierzulande ist entzieht sich meinem Überblick... weiter


Wissenschafts-Portal
Manchmal freut man sich doch, beim Wandern durch das Dickicht des Internet etwas zu finden, was man da absolut nicht vermutet hat.
Es gibt einige ganz bekannte Portale für deutschsprachige Wissenschafts-Nachrichten (z.B. www.wissenschaft-online.de), aber eben auch unbekanntere, die sehr schön und mit Liebe gemacht sind. Deshalb möchte ich <www.morgenwelt.de> zu besuchen warm empfehlen.


Manualmedizin und Neuropädiatrie: Unterschiedliche Standpunkte
Aus gegebenen Anlass (mehrere Kollegen hatten mich darauf angesprochen) schaute ich mir den Website der Neuropädiatrischen Gesellschaft an.
Wie bei all diesen Vereinigungen ist auch dieser Site nicht unbedingt repräsentativ für die Meinung 'vor Ort', aber das entbindet einen nicht davon, sich mit den da zur Schau gestellten Ansichten auseinanderzusetzen
Text .

Dazu ist einige zu sagen, was hier zusammengefaßt ist: weiter


Die Grenzen des Trainings
Es ist schon richtig, wenn man sich (und seine Patienten) zum Trainieren anhält, aber man sollte die Augen vor der bitteren Wahrheit nicht verschließen...
weiter


Golfbälle.... oder:
über die Prioritäten im Leben
Eine Lebenshilfe für gestresste Menschen

Wenn die Dinge im Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden pro Tag nicht genug zu sein scheinen und alles über dem Kopf zusammenzubrechen droht, kann es hilfreich sein, sich an die Geschichte mit den Golfbällen und dem Bier zu erinnern. Und die geht so:


Strahlungs- Hysterie

Jeder, der für seine (medizinische) Arbeit auf Röntgenbilder angewiesen ist, kennt die Furcht der Patienten vor Röntgenbildern, vor allem wenn es um Bilder bei Kindern geht.
Man muß diese Ängste ernst nehmen und sachlich darauf eingehen. In der Presse kommen immer wieder große Artikel, die auf die Gefahren ionisierender Strahlung hinweisen und durch fast immer unsachliche Berichterstattung diese Furcht schüren.
Immer wieder werden dann Hochrechnungen veröffentlicht, wieviel Krebsfälle durch medizinisches Röntgen verursacht seien (z.B. "Risk of cancer from diagnostic X-rays: estimates for the UK and 14 other countries." Berrington de Gonzalez A, Darby S.; Lancet (2004) 31;363(9406):345-51.).
Wenn man sich die Mühe macht, die Arbeiten genau zu lesen, fällt auf, wieviele Annahmen auf dem Weg zum Ergebnis gemacht werden müssen, um dann schlußendlich zu einem kumulierten Risiko von 0,6-0,9% zu kommen). Nun soll das auf keinen Fall bedeuten, mit der Indikationsstellung für Röntgenuntersuchungen leichtfertig umzugehen. Man muß aber eben manchmal auch Fragen stellen, die nicht 'pc' ("politisch correct") sind, und dazu gehört die, ob man wirklich das Strahlenrisiko einfach einer Gerade nach bis Null runterrechnen kann. Es ist erfrischend, auf eine Zusammenfassung des aktuellen Wissensstandes verweisen zu können, die diese Problematik einmal sozusagen von der anderen Seite her aufrollt.
D.Taverne hat kürzlich ein Buch veröffentlicht (The March of Unreason, Oxford Univ Press), in dem er sich mit derartig tabuisierten Themen auseinandersetzt. Seine Ausführungen zum Strahlungsrisiko sind in der Augustnummer des englischen 'Prospekt' erschienen
(www.prospect-magazine.co.uk).
Man muß nicht mit all seiner Argumentation zur Kernenergie einverstanden sein, um die Basisargumente des Textes zu akzeptieren.
Text



NEWS

Lies, bloody lies, statistics..
hatte Churchill (wohl) mal gesagt..
Ob's apokryph ist, weiss man nicht mehr so genau, aber dass etwas dran sein muß merkt jeder, vor allem die, die sich da nicht so gut auskennen.
Deshalb ist es schön, einmal mehr daran erinnert zu werden.... weiter


Geschlechtsunterschiede bei kognitiven Fähigkeiten
... können Sie hier testen - so Sie des Englischen mächtig sind. Nett und nicht doof, aber wie all diese Tests natürlich mit einem Körnchen Salz zu nehmen... Enjoy!


Ein klares Wort.
N.Bogduk, australischer Anatom und ausgewiesener Wirbelsäulen- Kenner hat in einem kürzlich erschienenen Artikel Kleinholz gemacht mit der medikamentösen Behandlung von Rückenschmerzen:"..No drug regimen can be legitimatly recommended for back pain" Das einzige, was Bogduk empfehlen kann ist Aspirin

(Expert Opinion on Pharmacotherapy 2004, vol. 5, no. 10, pp. 2091 - 2098 Pharmacological alternatives for the alleviation of back pain Nikolai Bogduk Abstract Drugs constitute a convenient option for low back pain and are commonly used. However, evidence for their efficacy is meagre. Many drugs used for back pain are no more, or only slightly more, effective than placebos. Others have side effects that outweigh their usefulness in relieving pain. On the basis of the evidence, no drug regimen can be legitimately recommended for back pain. The management of back pain requires measures other than drugs. One exception is the use of willow (Salix) bark for acute exacerbation of pain.)

Sein Fazit: "Ironically, for chronic low back pain, the most effective and long-lasting outcomes have been documented for normal saline by injection into tender points in the lumbar spine." - Womit wir bei den Sklerosierungen wären...


Die leidige Bleiabdeckung
Jeder, der sich schon einmal mit unseren Qualitätskontrolleuren der Röntgenaufnahmen auseinandergesetzt hat, kennt die auf nicht sehr hohem Niveau geführte Diskussion zum Strahlenschutz.
Man fühlt sich ja an Pawlow'sche Reflexe erinnert: keine Ovarialabdeckung - Schlag auf die Finger. Nun sollte man dazu differenziert argumentieren - was in Arbeit ist - aber vorab schon zur Unterfütterung eventueller Schriftwechsel ein interessanter Artikel aus der Schweiz, den mir der Verfasser dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. (Text)


Alles doch nicht so einfach - denkanregende Neuigkeiten aus der Genetik

Trisomie 21 = Down-Syndrom, so haben wir das während des Studiums gelernt. Nun weiß man, daß es einzelne Menschen mit Down-Syndrom gibt, die _keine_ Trisomie des 21. Chromosoms haben. Man weiß also schon länger, daß das Ganze etwas komplizierter ist. Jetzt hat sich in einem Tierversuch mit genetisch manipulierten Mäusen gezeigt, daß auch die gezielte Verdreifachung der als verantwortlich angesehenen Gene nicht immer die erwarteten Veränderungen produzierte. Es ist also noch komplizierter... (nachzulesen unter: A Chromosome 21 Critical Region Does Not Cause Specific Down Syndrome Phenotypes Olson, LE, Richtsmeier, ET, Leszl, L. & Reeves, RH. Science 22 October 2004; 306: 687-690)


Familien- Handbuch
Webseite

Unter diesem vom bayrischen Institut für Frühpädagogik erstellten Website findet man sehr viele und fundierte Beiträge zu allem, was mit Kindern und Erziehung zu tun hat.


Tropische Quelle der Gesundheit

Die Firma Tropicana (www.tropicana.com) ist ein Ableger von Pepsi und bemüht sich nach Kräften, im Kampf um die goldene Palme der Publikumsverdummung vorn zu liegen.
Auf Ihrem Multivitaminsaft wird mit dem Argument geworben, daß dieser Saft für "Energie, Wohlbefinden, Schutz und Kraft" sorge. Das ganze ist dann im Detail aufgeführt (s. Abb).

Da wird dann groß mit blauer 'Kraft' und grünem 'Wohlbefinden' geworben - wer macht sich da schon die Mühe nachzuschauen, wieviel denn davon drin ist? - Da hat mancher bayrische Oktoberfestbesucher mehr Alkohol im Blut, als das eine Promille 'Wohlbefinden', das uns Tropicana verspricht....


Schnell viel schreiben, um zu bleiben

Schreibschablone für Wissenschafts- Nachrichten enthüllt!
Mit diesem Titel ist gleich einer der Tipps in dem Artikel umgesetzt, auf den hier verwiesen werden soll. Das sehr verdienstvolle 'Annals of Improbable Research' (abgekürzt: AIR) hat ihn in seiner letzten Nummer wiedergegeben. Wer in der Laienpresse zum x-ten Mal über die Sensationsnachricht gestolpert ist, daß "Das Gen für Homosexualität"- oder Fettsucht, Haarausfall, Dyslexie, Kriminalität etc. - gefunden wurde, weiß, wovon die Rede ist. Man nimmt eine (am besten vorläufige) Meldung über eine noch zu veröffentlichende Arbeit und schließt dann von einer Fallzahl von 5 - 15 Probanden auf die restlichen 10 Milliarden. Erinnert ein bißchen an die 'Argumentation' mancher Weltuntergangspropheten, die ja meist ihre eigenen Deadlines überleben...
Nachzulesen hier:


Spinale Fusions-OPs nicht besser als gründliche konservative Rehabilitation:

Mehrere Studien haben in letzter Zeit nachgewiesen, daß operatives Eingreifen bei chronischen Rückenschmerzen kein besseres Ergebnis bringt und weitaus mehr kostet. Die langfristigen Konsequenzen operativen Vorgehens wurden dabei in beiden Studien nicht einmal berücksichtigt...

Fairbank, J et.al.: A randomized controlled trial to compare surgical stabilization of the lumbar spine versus an intensive rehabilitation program; Annual meeting of the Int Soc Study Lumbar Spine, Porto, 2004
Brox et al.: Ranomized clinical trial of lumbar instrumented fusion and cognitive intervention and exercises in patients with chronic low back pain and disc degeneration; Spine (2003) 28, 1913-7

 

  
Grafik unten