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Sonnencremes schaden meist mehr als sie nützen:

Der Kosmetika-Markt ist - vor allem im Sommer - dominiert von allerlei Produkten, die uns und unsere Lieben vor der bösen Sonne schützen sollen. Die Gefahr von Hautkrebs und hier besonders von Melanomen durch übermäßige UV- Esposition ist sattsam bekannt.
Angeblich haben wir ja in den diversen 'Sonnen-Blockern' ein probates Mittel und so sieht man allenthalben die Mütter ihren Nachwuchs am Strand eincremen.
Leider, leider ist es aber durchaus so, dass diese Cremes mehr im Labor als in der Realität schützen und nützen. Im Labor und unter streng standardisierten Bedingungen blocken diese Cremes allerdings gut und effektiv. Schon ungleichmäßiger Auftrag kann aber diesen Schutz zu nichte machen - das hat sich schon seit längerem wohl rumgesprochen.
Was weniger bekannt ist:
Wenn die Cremes nach einiger Zeit in die Haut eingezogen sind _verstärken_ sie sogar den Effekt des UV- Lichts! Sobald sie in den tieferen Schichten angekommen sind, führt dies dazu, dass die freien Sauerstoff- Radikale hier vermehrt produziert werden. weiter
Wenn sich das rumspräche und wir wieder einfach so was wie Nivea verwendeten und ansonsten mit der Sonne halt etwas aufpassen - nicht dran zu denken, wie sehr die Kosmetika- Konzerne da weinen würden...


Faszinierendes aus den Archiven
An der Uni Tübingen wird - auch mit dem Hintergedanken, so für die Wichtigkeit von Archiven zu werben - eine kleine Sammlung von Dingen (genau gesagt deren 38) gezeigt, die beim Stöbern in den dortigen Depots zu Tage traten... www.zeit.de/38_dinge


Yoga bitte mit Maßen!
Mein Großvater war - neben seinem Hauptberuf Schulrat - auch Yogalehrer und mein Kontakt mit Yoga daher früh, intensiv und nicht immer ganz glücklich. Meine legasthenische, linkshändige Art 'sensibilisierten' den Großvater wohl so sehr, dass im Gegenzug seine Bemühungen, mich für Yoga zu begeistern milde gesagt nicht den von ihm intendierten Effekt hatten.
Dies vorausgeschickt, so wie man ja heute immer die Interessenkonflikte offenlegen sollte bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen ;-)

Nun sollte man nicht vergessen, dass Yoga eine Methodik ist, die in Asien von relativ kleinen und ziemlich gelenkigen Menschen 'erfunden' wurde. Nicht jeder knochige und bewegungsarme Mitteleuropäer kann da so ohne weiteres mithalten. Trotzdem ist natürlich die hier praktizierte Körperkontrolle und das konzentrierte Arbeiten mit den eigenen Muskeln und Gelenken eine wunderbare Sache.
Also: im Prinzip prima und zu unterstzützen, aber bitte daran denken, dass eben einge Übungen dabei sind, die gerade denen, die an Hals- Nackenproblemen leiden, nicht empfohlen werden sollten.
In einer Beilage der Süddeutschen wurde letztes Jahr (05/2005) wieder dafür Reklame gemacht, ohne auf die durchaus bekannten Risiken bei Wirbelsäulen- Problemen hinzuweisen. Wir zeigen hier - quasi als abschreckendes Beispiel - zwei Übungen, von denen wir unseren Patienten in aller Regel nur abraten können.

Yoga
Zoom


Nicht alles genetisch...
Bei Untersuchungen an Affen konnte nachgewiesen werden, dass die Vorbildfunktion der Eltern mehr Einfluss hat als eine wie auch immer geartete 'Genetik'. Wer selber schlecht behandelt wird, wird dies wahrscheinlich weitergeben. weiter
Ähnliches ist bei anderen komplexen 'Fähigkeiten' der präfrontalen Cortex zu vermuten. Vielleicht sollte unter diesem Aspekt mancher, der bei ADS und dergleichen sofort an 'Hirnfehler' und 'Erbmasse' denkt, seine Ansichten überprüfen...


NEWS

Schwerere Neugeborene auch Geburtshindernis:

Auf dem Kongress der Gynaekologen in Berlin
wies deren Präsident Vetter auf das gestiegene Geburtsgewicht hin...
weiter
Vetter führte an: "Während die Kinder vor rund zwanzig Jahren etwa 3500 Gramm schwer und rund 50 Zentimeter groß waren, wiegen sie heute oft 4000 Gramm bei 52 Zentimetern". Das führt natürlich auch zu gestiegenen Kopf- und Schulterumfängen, die den Druchtritt durch das Becken erschweren. Nicht zuletzt deshalb kommen immer mehr Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt, je nach Gegend und sozialer Stellung bis über ein Drittel.
Die Gynäkologen haben nun mehr die Probleme der Mütter im Blick, wir denken natürlich daran, dass diese Neugeborenen eine viel größere Chance haben, sich funktionelle Störungen der Halsregion zuzuziehen.
In unserer Praxis sind wir zur Zeit dabei, eine kleine Statistik der Geburtsgewichte zusammenzustellen. Dies dürfte ein Grund unter anderen sein, warum KiSS immer häufiger zu werden scheint.


Olivenöl als Aspirin- Ersatz?
Auch in Olivenöl sind jetzt Substanzen nachgewiesen, die ähnlich wie Ibuprophen und Aspirin wirken. weiter
Eigentlich sollte dies nicht überraschen, wissen wir doch, dass diese Substanzen bei den Pflanzen eine wichtige Rolle in der Infektabwehr spielen, also in Rinde und Fruchtschalen häufiger zu finden sind, allerdings nur bei den Pflanzen, denen diese Abwehr nicht von industrieller Insektizid- und Fungizidbehandlung abgenommen wurde.


Zur Helmtherapie:
Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich manche Behandlungsformen halten. Seit Jahren geistert die sogenannte "Helmtherapie" umher, die Eltern von Kindern mit Schädelaysmmetrie empfohlen wird. (vgl. z.B. Focus , der Link ist leider geblockt).

Argument ist, dass diese Schädelasymmetrien die Entwicklung der Kinder behinderten.
Nur wissen wir seit Jahren, dass eine Schädelasymmetrie auf eine Bewegungseinschränkung des Halses hinweist, und dass diese allerdings die Entwicklung beeinträchtigt. Wenn diese Bewegungseinschränlung aber behandelt ist, kann sich das Kind motorisch und von der Wahrnehmung her frei entfalten und es besteht keinerlei Grund zu Angst. Die Asymmetrie des Gesichts - ein Weichteilproblem - verschwindet relativ schnell (einige Monate). Die Veränderung des Schädels benötigt etliche Jahre, um sich wieder anzugleichen, und selbst wenn dies nicht 100%ig erfolgt, haben die Kinder dadurch keine Nachteile. Das konnte wir bei hunderten von durch uns behandelten Kindern immer wieder beobachten.
Den Eltern zu erzählen, dass eine Schädelasymmetrie irgendwelche Folgen für die Hirnentwicklung habe, ist irreführend und unrichtig. Die erheblichen Kosten dieser Behandlung sollte man besser in die Rehabilitation behinderter Kinder stecken, bei denen immer wieder um Kostenübernahme gekämpft werden muss (man denke nur an die Hippotherapie).

 

  
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