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Du darfst
- aber Du musst nicht... Wer bisher schon etwas ungläubig
zugeschaut hat, wie denkende Menschen sich dazu verführen lassen Lebensmittel
zu kaufen, bei denen unter Einsatz von viel Chemie und noch mehr Wasser und Gelatine
aus einem Kilo Butter zweieinhalb gemacht werden und diese dann als 'gesund' an
den Mann und die Frau gebracht werden, der bekommt jetzt noch einen drauf. Vom
Diet-Coke über die 'Leicht'-Marmeladen ist überall der ach so
böse' Zucker durch Süßstoff ersetzt. So soll Süßes
keine Sünde sein - wird uns suggeriert. Zwei Forscher aus der Mitte der USA
(Fly-over country, da, wo die meisten Dicken zu Hause sind) haben jetzt im Tierversuch
nachgewiesen, dass man mit Süßstoff mehr isst und letztlich dicker
wird, als wenn man ganz brav beim Zucker bleibt. (hier
weiter) Unser Regelmechanismus, der - mit der Information 'süß'
arbeitend - die Nahrungsaufnahme kontrolliert, scheint durch die süßen,
aber kalorienlosen Zucker-Ersatzstoffe so durcheinander zukommen, dass er vorsichtshalber
etwas hochregelt - und dann essen wir unter dem Strich mehr als vorher. Eigentlich
gilt hier wie bei unzähligen anderen 'Problemen' mit gesundem Essen die gute
alte Regel: Frisches selber zubereiten und gemütlich und gemeinsam essen.
In einer BBC- Sendung konnte man kürzlich sehen, dass Kinder, die ihre Pizza
vor laufendem Fernseher vertilgen wesentlich mehr essen, als die, die mit der
Familie am Tisch sitzen und sich gar beim Essen gemeinsam unterhalten. Wenn
man dann fragt, wie viele Kinder stattdessen beim nach Hause kommen ihren Teller
in die Mikrowelle geschoben bekommen und ihn alleine aufessen, beginnt man zu
verstehen, dass Fehlernährung und Übergewicht nicht mit Kalorienzählen
zu beseitigen sind. Das ist ein kulturelles Problem.
Ursprünglicher
Ritalin- Befürworter widerruft
W.
Pelham, Co-Autor einer multimodalen Studie zu ADHD und Ritalin (hier)
äußerte sich kürzlich kritisch zu seiner ursprünglich positiven
Einschätzung der Langzeitwirkung von Rtialin bei hyperaktiven Kindern.
Wir haben die positiven Effekte über- und die negativen unterschätzt,
sagt er nun und fügt hinzu, dass Ritalin "keine positiven Effekte"
habe (weiter). Soweit,
so gut, könnte man sagen. Deprimierend wird das Ganze, wenn man dann auf
dem Website der Heimatuni von Prof. Pelham einen Artikel findet, der kurz und
knapp schreibt, dass es "ein besseres Medikament für Kinder mit ADHD
gibt" - nämlich Adderal (Info).
Diese Studie wurde von besagtem Psychologen geleitet und von der betreffenden
Firma gesponsert.Noch Fragen? Das deprimierende ist dabei, dass es bald
niemanden mehr gibt, der nicht durch Drittmittel von den entsprechenden Pharmafirmen
abhängig ist. Und den betroffenen Familien wird dann die einfache (Schein-)Lösung
vorgegaukelt. Über die Langzeitfolgen - und die Wachstumsverzögerung
ist meines Erachtens noch das harmloseste - schweigt man sich aus.
'Auffällige'
Kinder Wer sich mit 'auffälligen' Kindern beschäftigt
muss über kurz oder lang darüber stolpern, dass die hierbei angewandten
Messlatten nicht absolute Werte darstellen sondern - natürlich - von unseren
Erwartungen und Sichtweisen abhängen. Oft verliert man aus dem Blick,
wie sehr sich diese in den letzten Jahrzehnten geändert haben. Gerade
bei der Behandlung von 'schwierigen' Kindern ist ein solcher Paradigmenwechsel
zu verzeichnen: Im Vordergrund steht nicht die Therapie einer manifesten Erkrankung,
sondern das Anpassen eines Kindes an die externen Anforderungen. Wenn man dann
die Statistik der Bundes- Opiumstelle anschaut, der die Überwachung der BTM-pflichtigen
Substanzen unterliegt, wird einem ganz schwindelig. Der Ritalinverbrauch hat
sich in 13 Jahren ver-40-facht von 34 kg im Jahre 1993 auf 1221 kg im Jahr 2006
(s. Grafik). Um
den Blick für die Hintergründe schärfer zu stellen hilft dieses
Link: http://www.pharmapolitics.com David
Healy, ein sehr pharmakritischer Wissenschaftler, hat nach dieser Vorlesung seinen
schon zugesagten Posten in Kanada wieder verloren auf massiven Druck der Pharmalobby.
Details da nachzulesen macht sehr nachdenklich... |
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NEWS
Haustiere (und ein bißchen Dreck) helfen Seitdem
wir wissen, dass es in der ehemaligen DDR deutlich weniger allergische und Atemwegserkrankungen
gab als im 'saubereren' Westen wurde die Frage viel untersucht, was da wohl dahintersteckte.
Eine inzwischen wohl gesicherte Erkenntnis dürfte sein, daß das
frühe Zusammensein mit gleichaltrigen Kindern den Austausch von Keimen förderte,
was zur besseren Abwehr gefrührt haben dürfte. Auch Haustiere helfen,
das Risiko von gastrointestinalen Erkrankungen (Epid & Infection, 134, 926ff)
und Allergien (New Scientist, 7.9.02, 24) zu senken. Zu allem Überfluß
spekulieren die Autoren letzterer Arbeit aufgrund ihrer Zahlen, dass auch die
Inzidenz von Depressionen in dieser Gruppe niedriger war.
Darmflora
wichtig In den letzten Monaten liest man in den tonangebenden Wissenschaftszeitungen
mehr und mehr über die enorm wichtige Rolle der Darmflora (z.B. Nature 2007,
448, 542f). Wer nun nicht warten will, bis man in Amerika die letzten Geheimnisse
der komplexen Wechselwirkung zwischen Wirtsorganismus und Intestinalflora entschlüsselt
hat, der kann in altbewährter Weise auf das gute Symbioflor zurückgreifen:
(hier weiter).
Das gibt's hier bei uns schon seit 50 Jahren. In unserer Praxis eines der
am häufigsten verschriebenen Medikamente. Wenn ein Kind seit Jahren eine
orofaciale Hypotonie hat und die dadurch fast obligaten Rachenwegsinfekte - wie
häufig - mit Serien von Antibioticagaben behandelt worden waren muß
eine Tonusregulierung durch HWS- Manipulation meist mit der Gabe von Symbioflor
ergänzt werden. Sonst ist die 'alteingessene' pathologsche Flora stärker.
Atlasprof
- ein Titan der Karpaten? - so ließ sich der rumänische Diktator
Ceausescu nennen. Hat ihm schlußendlich nicht viel geholfen, aber bis man
ihn - auf wenig elegante Weise - losgeworden war, litt das Land schrecklich. Soll
also keiner die Macht des Wortes unterschätzen. weiter
Olivenöl
als Aspirin- Ersatz? Auch in Olivenöl sind jetzt Substanzen nachgewiesen,
die ähnlich wie Ibuprophen und Aspirin wirken. weiter
Eigentlich sollte dies nicht überraschen, wissen wir doch, dass diese Substanzen
bei den Pflanzen eine wichtige Rolle in der Infektabwehr spielen, also in Rinde
und Fruchtschalen häufiger zu finden sind, allerdings nur bei den Pflanzen,
denen diese Abwehr nicht von industrieller Insektizid- und Fungizidbehandlung
abgenommen wurde. Vioxx und die Konsequenzen
Allenthalben wird derzeit darüber berichtet, wie das
als "Super-Aspirin" gefeierte Vioxx vom Markt genommen wurde und jetzt
in vielen Ländern Schadensersatzklagen laufen. Der Spiegel berichtet über
etliche Fälle, deren dramatische Verläufe durchaus zu dem Schluss veranlassen,
dass sie mit den der Produktrücknahme zugrunde liegenden Fakten in Verbindung
stehen (vgl. DER SPIEGEL (41/2006) - 09.10.2006 SCHADENSERSATZ: Big Business am
Pranger weiter
Impfen
und Manualmedizin Wir haben immer mal wieder gesehen, dass es besser
ist, die kleinen Patienten nach der Behandlung in Ruhe zu lassen um sie nicht
zu überlasten. Jetzt fiel uns auf, dass vor allem im Herbst deutlichere
Erstverschlimmerungen nach Behandlung bei uns auftreten können. Nachdem
wir systematisch fragten stellte sich dabei sehr oft heraus, dass eine Impfung
unmittelbar vor oder nach unserer Manualtherapie stattgefunden hatte. Das langfristige
Ergebnis wird dadurch nicht verschlechtert, aber die Eltern - und natürlich
auch das Baby - haben ein paar unnötig stressige Tage. Vielleicht hängt
das damit zusammen, dass man im Herbst ohnehin schneller Atemwegsinfekte aufliest,
und dann dieser Infekt, der 'künstliche' Infekt der Impfung und der Streß
der Manualtherapie zusammenkommen. Deshalb nochmals die Bitte an die Eltern: Geben
Sie Ihrem Kind vor und nach der Behandlung durch einen Manualmediziner
einige Tage Zeit. So vermeidet man überschießende Reaktionen.
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