Bucherscheinungen
Niederländische
Ausgabe der "KiSS-Kinder" erschienen
Auf
der Antwerpener Buchmesse wurde Anfang November die flämische Ausgabe "Kinderen
met KiSS- Syndroom" vorgestellt. Sie basiert im Wesentlichen auf der 3.
Auflage der 'KiSS- Kinder', wurde aber aktualisiert und an die Gegebenheiten in
Belgien und den Niederlanden angepaßt.
Verlag:
ACCO (Leuven/Voorburg) ISBN: 978-90-334-6889-6 Preis: 27,50 €
KiSS-Kinder
in 3. Auflage völlig neu bearbeitet: Zehn Jahre nach dem ersten
Erscheinen liegt nun ein neues Buch mit altem Titel vor. Die "KiSS-Kinder"
haben dazugelernt, die Erfahrungen vieler zehntausend behandelter Säuglinge
und Kleinkinder sind hier zusammenfassend dargestellt. Dieses Buch ist
als Ergänzung der vorliegenden Monographie gedacht und wendet sich bewußt
an die mittelbar und unmittelbar Betroffenen, d.h. vor allem an die Eltern, Hebammen,
Stillberaterinnen und Kinderschwestern, aber auch an Krippen- und Kindergartenkräfte,
die in Problemfällen nach Lösungsansätzen suchen.
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finden Sie Antworten auf die Fragen: Was ist KiSS? Welche
Symptome weisen auf KiSS hin? Wie kann man KiSS-Kinder schonend und effektiv
behandeln?
Neu in dieser Auflage: Das
Buch ist komplett neu verfasst. Alle neuen Erfahrungen und Erkenntnisse sind
eingearbeitet. Zu diesem Werk:
Der erfolgreiche Ratgeber jetzt in der 3. Auflage Was tun mit Kindern,
die eine schiefe bzw. fixierte Haltung aufweisen, bei denen Stillprobleme auftreten,
die unruhig sind bzw. oft schreien oder unter Dreimonatskoliken leiden? Eine
Ursache dieser Symptome können kopfgelenkinduzierte Symmetriestörungen
(KiSS) sein. Dieses Buch richtet sich an alle, die mit betroffenen Kindern
zu tun haben: Eltern, Erzieher, Hebammen, Physiotherapeuten, Manualtherapeuten
und Pädiater.
Lehrbuch --
Manualmedizin bei Kindern Ein Lehrbuch ist fertiggestellt.
Die Monografie zum Thema Manualmedizin bei Kindern ist zumindest auf Englisch
erhältlich. Für ca. 35 Pfund (ca. 50 €) ist das Buch zu haben.
Bestellungen können über Ihre Hausbuchhandlung oder bei Marina
Meger aufgegeben werden. ISBN 0-443-10018-7 Verlag: Churchill Livingstone
www.elsevierhealth.com

Lehrbuch
-- Manualmedizin bei Kindern Die deutsche Ausgabe ist fertiggestellt.
Die Monografie zum Thema Manualmedizin bei Kindern ist nun auf Deutsch erhältlich.
Bestellungen können über Ihre Hausbuchhandlung oder bei Marina
Meger aufgegeben werden. Buch-Link
beim Verlag 320 Seiten, 155 s/w Abb., gebunden ISBN: 3-437-47116-3
Preis: 49,95 Euro / 80,00 sFr Verlag: www.elsevierhealth.com
Inhaltsverzeichnis: Abschnitt 1: Theoretische Grundlagen
Abschnitt 2: Klinische Erkenntnisse Abschnitt 3: Praktische Aspekte der Manualtherapie
bei Kindern - verschiedene Ebenen Abschnitt 4: Radiologie und Manualtherapie
bei Kindern Abschnitt 5: Synthese Als die englische Ausgabe
unserer Monographie zu diesem Thema im Jahr 2004 erschien, wurde bei etlichen
Kommentaren die Frage gestellt, warum wir nicht erst eine Version auf deutsch
präsentiert hätten. Ein Grund war die Tatsache, dass ja hier schon
eine Zusammenfassung von Kongressbeiträgen vorlag (7) - die auch bis heute
nichts an Relevanz eingebüßt hat. Trotzdem ist natürlich klar,
dass eine solche Kompilation nicht mit einer konsequent strukturierten Monographie
vergleichbar ist. So war es schon vor dem Erscheinungstermin der englischen Ausgabe
klar, dass möglichst bald diese eingeforderte deutsche Version folgen sollte.
Das Manuskript der englische Version stammt aus dem Jahr 2002, da das Endlektorat
und die Produktion doch sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen hatten als anfangs
erwartet. Grund mehr, es nicht bei einer reinen Übersetzung der Texte zu
belassen, sondern die in der Zwischenzeit gewonnenen Erfahrungen mit einfließen
zu lassen. Grob geschätzt ist ein gutes Drittel der deutschen Ausgabe
neu geschrieben, natürlich auf der Basis der praxis-bewährten Konzepte,
aber eben doch aktueller und teils auch mit deutschem 'Schwerpunkt, will
sagen: eingehend auf die spezifischen Bedingungen, unter denen hierzulande gelitten
und behandelt wird. Die länder- und kulturspezifische Perzeption von
Krankheit ist ja eine sehr interessante Problematik; verwiesen sei auf (27). Gerade
in der deutschen Version der Manualtherapie bei Kindern war es mir zudem ein Anliegen,
eben kein Kochbuch von Therapietechniken zu schreiben, sondern die Konzeption
und deren wissenschaftliche Grundlagen in den Mittelpunkt zu stellen. Schon
deshalb konzentriert sich das Buch nicht auf eine spezifische Behandlungsmethode
- was ja zwangsläufig eine Abwertung anderer Therapiemodalitäten zur
Folge hätte - sondern stellt die klinischen Muster in den Vordergrund. Die
Diagnostik zu Beginn jeder Behandlung setzt einen passenden' Blickwinkel
voraus und ein wichtiges Moment bei der Untersuchung unserer kleinen Patienten
ist eben, sich von überkommenen Denkmustern freizumachen. Nur dann kann man
Neues finden und zum Wohle der Patienten umsetzen. Man denke nur als kleines
Beispiel an die Diagnose "muskulärer Schiefhals", die jahrzehntelang
das Denken bei diesen Fällen bestimmte. Unter diesem Konzept wurden dann
Dehnungsbehandlungen und Redressionstherapien empfohlen (z. B. (2, 25)). Die auch
bei diesen Konzepten zu beobachtenden Behandlungserfolge waren wohl darauf zurückzuführen,
dass sozusagen nebenher ganz intensiv auch die occipito- cervicale Übergangsregion
stimuliertwurde. Womit man bei einem der großen Paradoxe jedweder manueller
Therapie angekommen wäre: auch eine recht ungezielte manuelle Behandlung
nützt meist. Dies ist relativ tolerant für Ort, Kraft und Frequenz,
d.h. wenn man ungefähr in der richtigen Gegend und ungefähr mit der
passenden Kraft behandelt ist oft ein Fortschritt zu erkennen - und dann schadet
auch zu häufiges Behandeln meist nicht. Man hat nicht so viel und so anhaltend
Erfolg wie mit optimaler Vorgehensweise, aber man hat Erfolg. Dies ist der
Fluch der Manualmedizin und er verleitet manche dazu, die an etlichen Methoden
hängenden, teils recht wolkigen Erklärungsmuster als praxiserprobt zu
betrachten. Und dann hat man sein therapeutisches Handeln noch nicht gegen das
Argument Schlegels immunisiert, dass das aggressive Abwarten eine der wichtigsten
konservativ-orthopädischen Therapieansätze ist. Vieles ist gut,
aber manches ist besser. So sind positive Kasuistiken noch kein Nachweis, dass
eine propagierte Methode auch optimal ist, und für mich der Grund, sich hier
große Zurückhaltung aufzuerlegen. Jedwedes Be-Handeln' ist Einzelfall,
Kunst-Handwerk und nicht generalisierbar. Wie viel unserer Arbeit ist technische
Perfektion, wie viel Empathie, wie viel Glück? - Man sollte sehr bescheiden
sein, wenn man seine Erfolge betrachtet und sich dessen bewusst, dass eben mehr
dazu gehört als nur das Absolvieren einer Fortbildung. Deshalb beschäftigen
sich mehrere Kapitel des Buches mit Fragen, die weit über die Problematik
der Behandlungs- und Untersuchungstechnik hinausreichen. Erst wenn man das Umfeld
mit im Blick behält kann man das konkrete Problem unserer kleinen Patienten
erfassen und ist dann durchaus frei in der Wahl der eigentlichen Behandlungstechnik.
Es ist weiß Gott nicht damit getan, eine optimale Grifftechnik zu demonstrieren,
ein gut Teil des Erfolges wird durch eine gute und umfassende Kommunikation ermöglicht,
und diese setzt eben voraus, dass man das Konzept funktioneller Pathologie erst
einmal selber begriffen hat. Das klingt erst einmal nicht sehr nett, ist aber
durchaus nicht böse gemeint, da es im Trubel des Alltags oft vergessen wird.
Dann wird oft zu kurz gegriffen, was durch die Konzentration auf das Wort
Therapie' gefördert wird. Manuelle Therapie ist weit mehr als nur diese Behandlung.
Es wäre sicher besser gewesen, das Buch: "Funktionelle vertebragene
Pathologien bei Kleinkindern" zu nennen - aber das hätten die wenigsten
verstanden. Zu Beginn des Buches fasst eine Gruppe von 5 Kapiteln einiges
an aktueller Forschung zusammen, was für das Verständnis der Embryologie,
Anatomie und Sensomotorik grundlegend ist und auch hilft, die Differentialdiagnosen
nicht aus dem Auge zu verlieren. In der zweiten Abteilung kommen klinische
Beobachtungen aus Geburtshilfe und (Neuro-) Pädiatrie ebenso zu Wort wie
Forschungsergebnisse der vegetativen Reaktion auf die manuelle Therapie der Kopfgelenke.
Schließlich stellen wir im Folgenden die Behandlungsindikationen und prinzipien
der einzelnen Wirbelsäulenregionen kapitelweise dar. Auch den bildgebenden
Verfahren wurde ein breiter Raum zur Verfügung gestellt, das Röntgen
ist in 3 Kapiteln abgehandelt - und dies bei Weitem nicht erschöpfend. Gerade
auch für Physiotherapeuten, die ja nicht immer einen direkten Zugang zur
radiologischen Diagnostik haben scheint es mir wichtig zu sein, dass der Reichtum
an Detailinformationen dargestellt wird, der hier zu finden ist. Ein solches
Buch ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse eigene
und die der Literatur-Recherche kompakt und nachlesbar für das tägliche
Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Dabei reicht der Ansatz über
die Therapie bei Kindern weit hinaus. Wenn wir davon ausgehen - und dafür
gibt es inzwischen überwältigend viele Hinweise - dass es bestimmte
Personengruppen gibt, die an KiSS und davon mitbedingten Funktionsstörungen
leiden, dann hat eine gute Frühanamnese auch bei der Untersuchung und Behandlung
von Erwachsenen ihren Sinn. Sie schärft unser Bewusstsein für die
Möglichkeit, bei polyfaktoriellen Beschwerden von der Migräne bis zum
Schwindel - diesen meist leicht behandelbaren Aspekt abzuarbeiten, um dann meist
effektiver mit anderen Therapien vollends zum Ziel zu kommen. Gerade in der Frühförderung
wird dieser Ansatz zunehmend zur Indikationsstellung für manualmedizinische
Untersuchung und Behandlung verwandt. Auch ein epidemiologischer Aspekt steckt
im KiSS- Konzept: Wir wissen inzwischen, dass es eine familiäre Disposition
dafür gibt, die meist auch geschlechtsspezifisch ist. Aus der Vorgeschichte
der Verwandtschaft kann so die individuelle Diagnose präzisiert werden.
Neben diesen Hauptinhalten ist aber auch versucht worden, ein lesbares und vor
allem gut lesbares Buch zu schreiben, ein Buch, das nicht sperrig nur seitenweise
konsultiert werden will, sondern wie ein Roman durchgeschmökert werden kann.
Ich fand es immer schon schade, dass die meisten Fachbücher nur durchgeblättert
und dann vom Index her auf ganz bestimmte Fragestellungen hin angeschaut wurden.
Sowohl die Grundlagen- Kapitel des ersten Abschnitts als auch der letzte Abschnitt
bestehen aus Texten, die durchaus Nachttisch-fähig' sind - und hoffentlich
den eigenen Gedanken etwas Flügel machen... Die fast täglich neuen
Erkenntnisse der kognitiven Psychologie und der frühkindlichen Entwicklung
sind faszinierend und gingen an vielen Stellen in das Manuskript ein. Hier
kann man gar nicht so schnell lesen, wie Neues präsentiert wird. Man muss
auch die trockenen Statistiken präsentieren, um seinen Argumenten Nachdruck
zu verleihen - und das ist an vielen Stellen des Buchs geschehen, aber das Anstiften
zum Weiterdenken ist wohl die wichtigste und schönste Motivation, solch ein
Werk zu verfassen. Vielleicht ist deshalb das Kapitel über "die Erbmasse
und der Weg zur Welt" ein gutes Beispiel dafür, was den Leser unseres
Buches erwartet... PDF-Datei
zur Buchvorstellung mit Buchauszug
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