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Ritalin
wie Brille Niederländische Apotheker verteilen ein Merkblatt an Familien
mit Ritalin- Patienten, in denen Ritalin mit einer Brille verglichen wird. Ein
angeblicher "ADHD_ Spezialist" wird zitiert mit der Bemerkung: "Wenn
Sie eine Brille haben um gut in die Ferne sehen zu können lassen sie die
doch auch nicht am Wochenende und in den Ferien zu Hause" So wird die
Meinung verbreitet, dass - am besten lebenslang - "diese Medikamente jemandem
mit ADHD die Unterstützung bieten, die nötig ist, um wie jeder andere
normal zu funktionieren". Wundert es da noch, dass im Impressum Jannsen-Cilag
steht? Anbei die niederländische Broschüre - sie ist sinnigerweise
in der niederländischen 'Königsfarbe' Orange gehalten und hat in der
Mitte eine Aufhellung, die an die Feriensonne denken läßt. Methylphenidat
ist bestenfalls eine Hilfe, den Schulbelastungen eine Zeit lang besser Stand zu
halten, aber nie und nimmer ein Heilmittel. Wie Schmerztabletten mal man
manchmal nicht drum rum kommen - aber jede nicht genommene Dosis ist ein kleiner
Sieg. So rum stimmt das, aber das ist natürlich weder im Interesse der Apotheker,
noch in dem der Pharmahersteller. Broschüre
(flämisch) --> Seite
1 --> Seite
2
Risikoreduktion
bei Manualmedizin durch Probemanipulation'? H. Biedermann Artikel
hier
Der Geburtsmodus
hat anscheinend Einfluß auf die epigenetische Ausstattung Artikel
hier
"Ritalin
ist ein Verbrechen" G. Feuser ist Sonderpädagogik- Professor und
hat eine klare Meinung dazu... Artikel
hier
Hirnveränderung
durch Ritalin-Gebrauch nachgewiesen
Kim
et al.(PNAS, Feb. 2009) berichten über den Nachweis von Ritalin-induzierten
Veränderungen im Nucleus accumbens. Dieser Bereich des Gehirns liegt
im Bereich der Basalganglien und spielt eine zentrale Rolle bei Suchtprozessen
und im 'Belohnungssystem' des Gehirns. Dieses wird ganz wesentlich über Dopamin
gesteuert und spielt in der Pubertät eine wichtige Rolle bei der Ausreifung
der präfrontalen Hirnzentren. Hier werden wir 'erwachsen', d.h. soziale
Kompetenz, Empathie, Planungsverhalten etc. werden hier lokalisiert. Man kann
die an Mäusen gewonnenen Ergebnisse sicher nicht 1:1 auf Menschen übertragen,
es sollte aber doch zu denken geben, dass der gefundene Effekt stärker war
als beim zu Vergleichszwecken verwendeten Cocain.
Zum
Thema Ritalin Ein US- amerikanischer Cartoon zum
Thema Schulhof- Handel mit 'Kinder- Medikamenten' --> Bild
Babys
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Was wir schon
immer vermuteten, ist jetzt von einer Forschergruppe in Kopenhagen nachgeprüft
worden (Verweis) Bei
18 Müttern wurden Kapseln mit standardisierten aromatischen Substanzen gegeben
und dann verschiedene Milchproben untersucht, die zu unterschiedlichen Zeiten
gewonnen worden waren. Überraschend war, wie schnell die untersuchten
Aromastoffe in der Muttermilch erschienen - und genauso schnell wieder verschwanden.
Meist war das Maximum bei 3-4 Stunden erreicht. Damit ist ein weiteres
Argument dafür vorhanden, stillende Mütter zu abwechslungsreicher Ernährung
zu motivieren, da dies den Säuglingen hilft, sich an die verschiedenen Geschmacksvarianten
zeitig zu gewöhnen.
Schleudertrauma-
Befundbogen Für die Dokumentation von
Unfallfolgen gibt es in Deutschland meines Wissens keine guten und kompakten Vorlagen.
Kürzlich in der Schweiz kam mir der Bogen der Schweizer Unfallversicherung
unter, der auf 2 Seiten alles Wichtige erfasst und sicher für Arzt und Patient
eine ausgezeichnete Basis der Befunderfassung darstellt - auch im Hinblick auf
eventuell später aufkommende Fragen, die man sonst 'aus dem Handgelenk' bei
ungenügender Erstdokumentation nur selten exakt genug beantworten kann. Er
sei allen empfohlen, die sich mit diesem Thema abplagen müssen. Der Link
ist hinter der Seite der Unfallversicherung (www.med.svv.ch)
zu finden auf (Bogen hier).
Gleitsichtbrillen
und Arbeiten am Computer
Manchmal muss man erst selber
die schlechten Erfahrungen machen, um seinen Patienten besser helfen zu können... Schon
lange habe ich mit dem mir unverständlichen Phänomen gekämpft,
dass viele 'mittelalte' Patienten, die am Rechner arbeiten starke Nackenverspannungen
haben, die wir eigentlich mehr vom über-Kopf-arbeiten kennen, also weniger
die von früher bekannten Schmerzen durch zu langes nach vorn Halten des Kopfes
- das sieht man mehr bei jüngeren Leuten, die alles auf dem Laptop haben
und so wieder viel in Kopfvorbeuge sind. Nein,
diese Patienten haben einen ganz klassischen Rechner zu Hause und sind Redakteure,
Programmierer o.ä., also beruflich täglich stundenlang am Schirm. Wenn
dabei die modernen Gleitsichtbrillen getragen werden hat man zwei Probleme gleichzeitig:
zum einen muss man den Kopf in relative Rückbeuge bringen, um den ca. 50
cm entfernten Schirm scharf zu sehen, zum anderen hat man wenig seitliche Abweich-Möglichkeiten,
da der scharfe Punkt bei den Gleitsichtbrillen nur sehr klein ist. Dadurch sitzt
man in sehr verspannter Haltung. Kommt dann noch ein Problem am Schirm hinzu,
das einen 'ärgert', hat man alle Ingredienzien für eine schmerzhafte
Überlastung der Nackenmuskeln beieinander. Diesen
Patienten empfehle ich, sich speziell für die Arbeit am Bildschirm eine Fix-Fokus-
Brille machen zu lassen, die auf die Arbeitsentfernung gerechnet ist und so ein
entspanntes Arbeiten möglich macht, auch weil man dann mit dem Kopf ein bißchen
hin- und herdrehen kann und die Dinge auf dem Schirm immer noch scharf sieht.
Ich hatte - eher zufällig - eine 'überflüssige' Brille mit solchen
Gläsern ausstatten lassen, eigentlich eher für die Arbeit in der Dunkelkammer,
dann aber schnell gemerkt, wie viel besser ich damit am Rechner zurecht kam. Zu
Anfang kam ich mir blöd vor, so einen simplen und offensichtlichen Ratschlag
anzukarren - aber man wundert sich, wie wenige Betroffene daran von selber denken....
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PR Newswire
(flämisch) *Medische Wereld Erkent Nieuwe
Therapie Voor Refluxbabies (BE)* 20% van alle ouders zoeken medische hulp
wegens het frequent regurgiteren (teruggeven van voeding) van hun baby en het
daarmee gepaard gaande ongemak (huilen). Het gereputeerd medisch tijdschrift "Archives
of Disease in Childhood" van de groep "British Medical Journal"
maakte onlangs de resultaten bekend van het klinisch onderzoeksproject dat eind
2006 was opgestart in de afdeling Kindergastro-enterologie van het Universitair
Ziekenhuis Brussel. Het AR bed, een ontwikkeling van het bedrijf MULTICARE
en het UZ Brussel, werd bestudeerd bij een groep babies die veel regurgiteerden
en veel huilden, waar medicatie of voedingsaanpassing niet had geholpen. Er werd
vastgesteld dat het "AR bed" resulteerde in minder regurgiteren en minder
huilen bij 3/4 van de babies. Bovendien werd ook objectief vastgesteld dat de
reflux-index (% tijd dat er zuur is in de slokdarm, gemeten met pH-metrie) binnen
één week zowat halveerde. Rekeninghoudende met de periode van
radeloosheid tot ontreddering bij ouders en hun baby, al dan niet gepaard gaande
met diverse onderzoeken (oesofagoscopie, pH-metrie, etc), in hun zoektocht naar
de geschikte voedingsaanpassing en medicatie, kan het AR bed[1] veel sneller soelaas
brengen: over het algemeen wordt de verbetering binnen de dag vastgesteld. Het
AR bed wordt nu door pediaters naar voorgeschoven als een eerste stap in behandeling
van regurgitatie en/of gastro-oesofageale reflux. Naast geruststelling van
de ouders, een voedingsaanpak (aangepast volume, ingedikte Anti-Regurgitatie voeding),
draagt deze houdingstherapie bij tot het afnemen van de klachten. Dit is een belangrijke
stap vooruit om de spiraal van overgebruik van medicatie bij babies die voeding
terug geven en veel huilen te stoppen. Professor Y. Vandenplas: "Medicatie
is vooral nuttig bij reflux ziekte en dus zure reflux en oesofagitis. Veel babies
die "voeding terug geven" hebben geen reflux ziekte. M.a.w. medicatie
heeft weinig zin bij deze babies. Alle medicatie heeft potentiële nevenwerkingen.
Daarom verdient het de voorkeur deze medicatie zoveel mogelijk te vermijden.
Ervaring met het MULTICARE AR bed leerde ons dat bij een aardig aantal kinderen
ook alle medicatie kon gestopt worden." Meer info en een apothekerslijst
vindt u op http://www.multicare.be/nl/arbed.html
Propriozeption
als Basis unserer Wahrnehmung
Die
Neurophysiologie verdankt viel dem Studium von Patienten, denen durch Schicksalsschläge
Dinge unmöglich wurden, die wir für selbstverständlich halten. Ian
Waterman war ein junger Metzger auf der Kanalinsel Jersey, als er durch eine Virusinfektion
seine Eigenwahrnehmung verlor. Unterhalb des Halses fühlte er nicht mehr,
wo er berührt wurde oder wie seine Glieder standen. Schmerzwahrnehmung und
aktive Motorik waren nicht betroffen. Sein Fall wurde von J. Cole beschrieben
und behandelt. Eine deutsche Übersetzung finden Sie hier
Retainer bei jungen Frauen
problematisch.
In den letzten Monaten haben wir
eine ganze Reihe von Patientinnen gehabt, bei denen nach Abschluss der kieferorthopädischen
Behandlung ein so genannter 'Retainer' eingebaut worden war, um die erreichte
Position der Zähne zu halten. An sich ein ganz logischer und einleuchtender
Abschluss der ja oft aufwendigen und zeitraubenden Gebiß-Repositionierung.
Man kann gut verstehen, dass alle Beteiligten das mühsam Erreichte fixieren
wollen. Oft geht das auch gut - aber eben nicht immer. Zähne,
Hals und statische Basis (das heißt die Auflageebene des letzten Lendenwirbels
auf dem Becken) müssen zusammenpassen. Wenn nun eine Haltungsasymmetrie vorhanden
ist - und nicht immer ist dies ganz ausgleichbar - wird auf die Zähne von
der Haltung her Druck ausgeübt, dem diese dann durch wandern in eine optimale
Position nachgeben. Nun ist diese Position nicht immer 'schön', d.h. es kann
sein, dass die Zähne dann eben etwas verkantet dastehen. Dass dann manche
jungen Frauen unzufrieden sind kann man nachvollziehen. Der Retainer, den die
Kollegen Kieferorthopäden dann anbieten, fixiert aber die Zähne gegen
diesen Einfluss so, dass es zu Spannungen kommen kann. Wir haben bei diesen Patientinnen
nachweisen können, dass die geklagten Beschwerden - meist migräneartige
Kopfschmerzen - von Verspannungen im Kaumuskelapparat ausgelöst waren und
zuverlässig Besserung erreicht, wenn die Retainer ausgebaut wurden. Man
muss dann halt abwägen, was wichtiger ist...
'Auffällige'
Kinder Wer sich mit 'auffälligen' Kindern
beschäftigt muss über kurz oder lang darüber stolpern, dass die
hierbei angewandten Messlatten nicht absolute Werte darstellen sondern - natürlich
- von unseren Erwartungen und Sichtweisen abhängen. Oft verliert man aus
dem Blick, wie sehr sich diese in den letzten Jahrzehnten geändert haben.
Gerade bei der Behandlung von 'schwierigen' Kindern ist ein solcher Paradigmenwechsel
zu verzeichnen: Im Vordergrund steht nicht die Therapie einer manifesten Erkrankung,
sondern das Anpassen eines Kindes an die externen Anforderungen. Wenn man dann
die Statistik der Bundes- Opiumstelle anschaut, der die Überwachung der BTM-pflichtigen
Substanzen unterliegt, wird einem ganz schwindelig. Der Ritalinverbrauch hat
sich in 13 Jahren ver-40-facht von 34 kg im Jahre 1993 auf 1221 kg im Jahr 2006
(s. Grafik). Um
den Blick für die Hintergründe schärfer zu stellen hilft dieses
Link: http://www.pharmapolitics.com David
Healy, ein sehr pharmakritischer Wissenschaftler, hat nach dieser Vorlesung seinen
schon zugesagten Posten in Kanada wieder verloren auf massiven Druck der Pharmalobby.
Details da nachzulesen macht sehr nachdenklich...
Ursprünglicher
Ritalin- Befürworter widerruft W.
Pelham, Co-Autor einer multimodalen Studie zu ADHD und Ritalin (hier)
äußerte sich kürzlich kritisch zu seiner ursprünglich positiven
Einschätzung der Langzeitwirkung von Rtialin bei hyperaktiven Kindern. Wir
haben die positiven Effekte über- und die negativen unterschätzt, sagt
er nun und fügt hinzu, dass Ritalin "keine positiven Effekte" habe
(weiter). Soweit,
so gut, könnte man sagen. Deprimierend wird das Ganze, wenn man dann auf
dem Website der Heimatuni von Prof. Pelham einen Artikel findet, der kurz und
knapp schreibt, dass es "ein besseres Medikament für Kinder mit ADHD
gibt" - nämlich Adderal (Info).
Diese Studie wurde von besagtem Psychologen geleitet und von der betreffenden
Firma gesponsert.Noch Fragen? Das deprimierende
ist dabei, dass es bald niemanden mehr gibt, der nicht durch Drittmittel von den
entsprechenden Pharmafirmen abhängig ist. Und den betroffenen Familien wird
dann die einfache (Schein-)Lösung vorgegaukelt. Über die Langzeitfolgen
- und die Wachstumsverzögerung ist meines Erachtens noch das harmloseste
- schweigt man sich aus.
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