Rückblick
Workshop Antwerpen 2007 Das
diesjährige Treffen fand unmittelbar nach dem Abschlusskurs der EWMM- Ausbildung
statt, sodaß sich hier die Möglichkeit ergab, die Abschlussarbeiten
einiger Teilnehmer zu präsentieren und zu diskutieren.
Den
Anfang machte Peter Hörter (Bad Berleburg), der über "Carpaltunnelsyndrom
und HWS- Funktionsstörung" berichtete. Fazit seiner Fallauswertung war,
dass sich vieles Periphere leichter und konservativ therapieren lässt, wenn
man die begleitenden/zugrunde liegenden Störungen an der HWS berücksichtigt. PowerPointPräsentation Danach
berichtete Johannes Dick (Salzburg) über die Interaktion zwischen Verdauungsapparat
und funktionellen WS- Störungen bzw. seinen osteopathisch- manualmedizinischen
Ansatz. Er steht hier in der Tradition der K&K Balneotherapie, die wir hier
in Deutschland viel zu wenig wahrnehmen und deren Effizienz meist unter dem Überbegriff
"Kur" unterschätzt wird.  J.
Dick
Am Nachmittag referierte
Henk Mohr (Ede/NL) über die Effekte manueller Therapie bei Schulkindern.
 H.
Mohr (Mitte) im Pausengespräch nach seinem Referat
Daran
schloß sich eine Reflektion von Lutz Koch (Eckernförde) zum Thema Placebo-Effekt
und Manualmedizin an.
Dies
brachte uns zum Gast des Nachmittages, R. Stüeken vom MDK Nordrhein in Düsseldorf,
der uns aus seiner Sichtweise über all die Therapien berichtete, mit denen
er sich als Begutachtender Arzt des kassenärztlichen Dienstes auseinandersetzen
muß. Es war für uns sehr interessant zu erkennen, wie sehr unsere Sichtweisen
eigentlich parallel gehen und gerade bei der Behandlung Behinderter wurde deutlich,
in welchem Dilemma sich diejenigen befinden, die letztlich uferlosen Begehrlichkeiten
entgegentreten müssen.
 R.
Stüeken referiert
Ein
Referat Biedermanns zum Thema "Psychosomatische Aspekte der Manualmedizin
bei Kindern" rundete diesen Tag ab. Plenumsdiskussion
Der
Samstag stand ganz unter dem Thema psychosomatische Medizin und wurde eingeleitet
von einem Referat Uli Göhmanns (Hannover), der sich mit dem Werk von Derbolowski
auseinandersetzte. Udo Derbolowski, ein Hamburger Manualmediziner, hatte vor über
vierzig Jahren einige Veröffentlichungen zu dieser Problematik verfasst.
Daran schloß sich
ein Workshop an, den Karl Köhle (Köln) leitete. Prof. Köhle ist
Emeritus für psychosomatische Medizin der Uni Köln. Anhand von Video-
Dokumentationen von Patientengesprächen diskutierten wir - durchaus lebhaft
und kontrovers - die hierbei zu beobachtenden Phänomene.  Karl
Köhle
Zum Ausklang kamen
dann noch zwei Referate zum Thema Bedeutung der Kopfgelenke für Bewegung
und Lernen" (Biedermann) und "Anatomie und Funktion der Kopfgelenke"
(Koch) mit praktischen Übungen an Röntgenbildern und Demonstrationen
der Behandlungstechniken.  Praktische
Übungen mit Lutz Koch und Uli Göhmann
Wie
in den Jahren zuvor war auch diesmal der Übergang zwischen den Referaten
und der Diskussion in den Pausen fast fließend, und so fand manches interessante
Gespräch beim leckeren Essen oder auf der Bank in der Sonne statt
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